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Tiere und frühkindliche soziale Entwicklung

Was unterscheidet uns Menschen eigentlich von Tieren? Lange glaubten wir, nur der Mensch könne Werkzeuge gebrauchen bzw. herstellen und nur der Mensch könne untereinander kommunizieren. Neue Forschungen zeigen aber, dass viele höher entwickelte Tiere in der Lage sind, nicht nur Werkzeuge zu gebrauchen, sondern sie sogar aus ihrer Umwelt herzustellen. Und Kommunikation, also das Weitergeben und Austauschen von Informationen lassen sich bei vielen Tierarten nachweisen. Selbst Raupen und Würmer sind in der Lage, für Artgenossen relevante Informationen weiterzugeben.

Was aber führte dazu, dass der Mensch vergleichsweise hoch entwickelte Technologien entwickeln konnte? Evolutionspsychologen gehen davon aus, dass uns als Menschen einige besondere soziale Wahrnehmungs- und Denkweisen zu dieser einzigartigen Entwicklung verholfen haben. Bereits Babies beginnen ab etwa 9 Monaten andere Menschen als lebende Individuen mit bestimmten Handlungsabsichten zu verstehen. Sie beobachten genau, was andere machen und wollen verstehen, warum sie das tun. Später sind sie in der Lage, eigene Handlungsabsichten auf andere abzustimmen und sogar gemeinsame (Handlungs-)Ziele zu verfolgen.

Neben gemeinschaftlichem Handeln und Konfliktlösen soll ein weiterer Schwerpunkt beleuchtet werden. Wie lässt sich erklären, dass Kinder, die mit einem Haustier aufwachsen, besser in Tests zum Einfühlungsvermögen in andere abschneiden? Wie wirkt sich regelmäßger Umgang mit Haus- und Heimtieren auf die sozialen Interaktionen innerhalb einer Kindergruppe aus? Dieser Frage gingen wir mit einer vergleichenden Experimentalstudie zwischen einem Bauernhofkindergarten und einem Regelkindergarten nach. Darin wollten wir genau verfolgen, wie Kinder als Team eine gemeinschaftliche Aufgabe lösen.

 

 

info@tiere-als-therapie.de